Neurophysiologische Behandlung

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Die neurophysiologische Behandlung kommt bei Schädigungen und Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems zur Anwendung. Die Therapie nützt die Plastizität (Reorganisation der Verbindungen zwischen den Nervenzellen im Gehirn) und das motorische Lernen, um die verlorenen Fähigkeiten soweit wie möglich wieder zu erlangen.


Anamnese/Zielsetzung:

Zu Beginn der Therapie werden die Diagnose und die daraus resultierenden Einschränkungen in Ihrem Alltag besprochen. Oberstes Ziel der Therapie ist die bestmögliche und selbstständige Handlungsfähigkeit in all Ihren Lebensbereichen

Untersuchung

Die Untersuchung erfolgt auf Struktur-, Funktions- und Aktivitätsebene.  Sie basiert auf genauen Bewegungsanalysen und manueller Prüfung relevanter Körperstrukturen, z.B. Muskulatur, Gelenke. Durch gezielte Fragen kann eine bestehende Schmerzsituation genau ermittelt werden bzw. die Therapie nach Ihren Bedürfnissen aufgebaut werden.

Behandlung

Je nach individuellem Erscheinungsbild der Erkrankung und der angestrebten Ziele werden die Behandlungsschwerpunkte gesetzt. Einer der wichtigsten Aspekte der Therapie ist das selbstständige Training zu Hause, um die erlernten Fähigkeiten zu festigen!


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Durch den vielschichtigen Aufbau und die hochkomplexe Funktion des Gehirns treten je nach Krankheitsbild, Schweregrad und Kontextfaktoren Symptome auf, die bei jedem Betroffenen unterschiedlich sein können.

Folgende Krankheitsbilder werden u.a. behandelt:

  • Schlaganfall
  • Gehirnblutung
  • Morbus Parkinson
  • MS – Multiple Sklerose (Encephalomyelitis disseminata)
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Querschnittlähmung
  • Muskeldystrophien
  • Nervenläsionen nach Bandscheibenoperationen (z.B. Peroneusparese)
  • Polyneuropathien

Durch Ihre Erkrankung haben Sie Einschränkungen in Ihrer Selbständigkeit erlitten und es fällt Ihnen  schwer Ihren Alltag so zu gestalten, wie Sie es gewohnt sind. Gemeinsam mit Ihnen werden funktionelle Ziele festgesetzt; z.B. eine bestimmte Distanz gehen zu können, um zur Bushaltestelle zu gelangen; sich ohne Hilfe duschen zu können; selbständig Mahlzeiten zuzubereiten, um Ihnen die Aktivitäten des täglichen Lebens zu erleichtern, Ihre Leistungs- und Arbeitsfähigkeit und die Teilnahme am sozialem Leben größtmöglich wiederherzustellen.

Abhängig vom Krankheitsbild kann das Ziel auch sein, den Status quo zu erhalten und das Fortschreiten zu verzögern.

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Durch die Beobachtung von Bewegungsabläufen und –übergängen kann man Rückschlüsse darüber ziehen,  welche Probleme im Alltag auftreten und welche Strukturen die Ursachen dafür sind.

Aktivitätsebene: je nach Erscheinungsbild Ihrer Erkrankung werden die relevanten Bewegungsabläufe, wie etwa Lagewechsel (Drehen, Aufstehen, Niederlegen im Bett), der Stand und das Gangbild analysiert. Gibt es in Ihrem Alltag (Beruf, Sport, Situationen zu Hause) bestimmte Bewegungen, die Ihnen besondere Schwierigkeiten machen, so werden auch diese besprochen und in den Befund mit einbezogen.

Funktionsebene: die adäquate Funktion von Kraft, Ausdauer, Sensibilität, Gleichgewicht und Muskeltonus sind wichtige Voraussetzungen, um die Bewegungsabläufe auf der Aktivitätsebene durchführen zu können. Alle diese Aspekte werden in bestimmten Tests untersucht.

Strukturebene: auch eine genaue Befundung von Muskeln, Nerven und Gelenken ist relevant, um auftretende Einschränkungen, wie z.B. Muskelverkürzungen herausfiltern zu können.

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So werden Ihnen zum Beispiel Dehnungsübungen gegen Muskelverkürzungen gezeigt. Es werden sowohl einzelne Sequenzen, als auch ganze Bewegungsabläufe von Alltagsaktivitäten geübt. Hier zählen feinmotorische Übungen (schreiben, schneiden, greifen) genauso dazu wie Kräftigungsübungen für die Beine.  An Gleichgewichtsproblemen und Unsicherheiten beim Gehen wird intensiv in einem geschützten Rahmen trainert.  Die Schmerzbehandlung ist ebenso ein wichtiger Punkt wie auch die Vorbeugung von Sekundärschäden, z.B. Gelenksveränderungen und Muskelverkürzungen.  Zur Verbesserung der Sensibilität werden Wahrnehmungsschulungen durchgeführt; auch die Ausdauer und die Koordination werden trainiert.
Falls eine Hilfsmittelversorgung notwendig ist, werden Sie individuell beraten und auch Angehörige werden in den Gebrauch von Hilfsmitteln eingeschult.

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